Förderschule 

       Förderschule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung
      der Primarstufe, Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II in freier Trägerschaft 
       des St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V.
   
 

letzte Aktualisierung 30.10.09

Schulprogramm 

 

Vincenz-von-Paul-Schule

Private Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung in katholischer Trägerschaft

Träger: St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V.

Inhalt

I.  Die Vincenz-von-Paul-Schule 
1. Grundsätze der Vincenz-von-Paul-Schule
1.1  Beschreibung der Schule
1.1.1 Der Standort Dortmund
1.1.2  Der Standort Hamm-Allen
1.1.3 Ziele der Arbeit 
1.1.4  Individueller Förderplan
1.2   Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
1.2.1  Vernetzung
1.2.2  Vernetzung von St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. und Vincenz-von-Paul-Schule
1.2.3

Zusammenarbeit mit Einrichtungen der öffentlichen und freien Jugendhilfe

1.2.3.1 Jugendämter
1.2.3.2

Kinder- und Jugendpsychiatrien

1.2.3.3 Tagesgruppen
1.2.3.4  Zusammenarbeit mit der Polizei
1.2.3.5  Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt
1.2.3.6 Zusammenarbeit im Stadtteil
1.2.3.7

Schulsozialarbeit

1.3  Formen sonderpädagogischer Förderung/Erziehung und Unterricht in Dortmund
1.3.1  Informatik – Neue Medien
1.3.1.1 Technische Ausstattung
1.3.1.2  Inhaltliche Nutzung
1.3.2 Werk- und Technikunterricht
1.3.3  Betriebspraktika
1.4  Formen sonderpädagogischer Förderung/Erziehung und Unterricht in Hamm-Allen
1.4.1  Unterrichtsorganisation in Hamm-Allen
1.4.2  Besonderheiten und Möglichkeiten unserer Schulabteilung
1.4.2.1

Unterrichtsgänge und therapeutisches Reiten 

1.4.2.2 Projektunterricht
1.4.2.3  Berufspraktika
1.4.2.4  Tagesausflüge
1.4.2.5  Der Judounterricht
II.  Schwerpunkt: Bewegungs-, Abenteuer- und Erlebnispädagogik
1. Eine Schule in Bewegung
2.  Abenteuersport im Rahmen der Erlebnispädagogik
III.  Öffnung der Schule
1.  Gestaltung und Öffnung des Schullebens (GÖS)
2. Europäische Ausbildungsprojekte an der Vincenz-von-Paul-Schule
IV.

Anhang

1.  Schule in Bewegung  in Vorbereitung-
2. Abenteuer- und Erlebnispädagogik im Strandbad Wamel (Möhnesee)
3.  Segeln auf dem Möhnesee
3.1  Theorie
3.2  Praxis: Möhnesee-Strandbad-Wamel
4.  Gestaltung und Öffnung des Schullebens (GÖS)

 

I. Die Vincenz-von-Paul-Schule

1. Grundsätze der Vincenz-von-Paul-Schule

Die Vincenz-von-Paul-Schule ist eine staatlich anerkannte Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung in katholischer Trägerschaft. Wir wollen helfen, dass jedes Kind das zu uns kommt, eine auf christlicher Grundlage basierende Erziehung und Bildung erfährt und darüber hinaus in seiner Lernentwicklung optimal gefördert wird.

An unserer Schule gelten grundsätzlich die Richtlinien der Hauptschule. Bei lernschwächeren Schülern kann davon abgewichen werden. Die Vincenz-von-Paul-Schule verfügt im Gegensatz zu allgemein bildenden Schulen über ein günstigeres Schüler-Lehrerverhältnis. Daraus resultieren kleinere Lerngruppen, von denen die SchülerInnen profitieren.

Unsere Erziehung leiten wir von einem christlichen Menschenbild her. Wir erziehen aus dem katholischen Glauben, aber nicht für einen bestimmten Glauben. Deshalb ist es selbstverständlich, dass an unserer Schule katholische und evangelische Christen mit Muslimen und andersgläubigen Kindern zusammen unterrichtet und erzogen werden. Alle Schüler erhalten Religions- oder Ethikunterricht, in dem die wichtigsten Fragen einer christlichen Grundeinstellung diskutiert und gelehrt werden, wobei jeder Schüler letztlich seinen eigenen Weg finden muss.

Wir arbeiten mit Schülern zusammen, die auf Grund spezifischer Lebensumstände in der Regelschule nicht hinreichend gefördert werden können. Diese Schüler/innen haben oft den Anschluss an das allgemeine Leistungsniveau der Klasse verloren und bedürfen einer vertieften Erziehungshilfe in kleinen Lerngruppen. Die Kinder und Jugendlichen, die in den Wohngruppen des St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. leben, gehen in der Regel in die Vincenz-von-Paul-Schule. Seit einigen Jahren haben wir uns auch für externe Schüler geöffnet, die aus Dortmund und den umliegenden Städten zu uns kommen.

In Zusammenarbeit mit anderen (Heimgruppen, Erziehern, Psychologen, Fachleuten in Jugendämtern, Erziehungsberatungsstellen, Eltern) versuchen wir, in einem ganzheitlichen Ansatz die Probleme der Jugendlichen zu verkleinern und ihnen durch einen Schulabschluss einen positiven Start für das Leben zu ermöglichen. Jungen Müttern, die auf den Mutter-Kind-Gruppen des St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. wohnen, verhelfen wir (mit viel Rücksichtnahme auf die Erziehung und Pflege eines Kleinkindes und die eigene Schulausbildung) zu Abschlüssen, die sie an einer anderen Schule vielleicht nicht erhalten können.

 

1.1 Beschreibung der Schule

Die Schule hat zwei Standorte: Die Vincenz-von–Paul-Schule in der Dortmunder Nordstadt und die Außenstelle in Hamm-Allen.

 

1.1.1 Der Standort Dortmund

Die Einrichtung des Dortmunder Gebäudes und die Anlage des Schulhofes der Vincenz-von-Paul Schule wurden so gestaltet, dass die SchülerInnen sich dort wohl fühlen sollen. Bei der Einrichtung und Ausstattung der Räume wurde besonderer Wert gelegt auf:

  • die Schaffung von Ruhemöglichkeiten in den Klassen und den Differenzierungsräumen

  • die Einrichtung eines Technik und Werkraumes

  • die Einrichtung eines Computerraumes mit sechs Arbeitsplätzen und Internet-Zugang

Für die Schüler stehen ein SV-Raum und ein von den Schülern selbst gestalteter Aufenthaltsraum -Stereoanlage, Wohnecke, Einbauküche- zur Verfügung. Außerdem existieren ein Schwimmbad, eine Turnhalle und ein ausgelagerter Musikraum. Für den Hauswirtschaftsunterricht wird die Lehrküche des St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. genutzt. Der Schulhof ist schülergerecht gestaltet und enthält u.a. ein großes "Sitzrund", Grünanlagen sowie eine gepflasterte Fläche, auf der Sportspiele betrieben werden können. Gemeinsam mit den Schülern wurde ein Vordach mit einem abschließbaren Raum gebaut. Hier soll ein von den Schülern betriebener Kiosk entstehen, in dem in den Pausen Getränke und kleinere Esswaren verkauft werden sollen. Ein alter Bauwagen wird zu einem Pausen- und Ruheraum umgebaut.

Im Laufe des Schuljahres 2000/2001 soll zusammen mit den SchülerInnen die weitere naturnahe Umgestaltung des Schulhofes (Biotop) durchgeführt werden.

 

1.1.2 Der Standort Hamm-Allen

Die Außenstelle Hamm-Allen hat auf dem Strüverhof in einer Bauernschaft, 4 km vom Ortskern des Stadtteils Hamm-Rhynern entfernt, ihren Standort. Auf dem Gelände des ehemaligen Bauernhofes befinden sich noch teilweise verpachtete Gebäude mit landwirtschaftlicher Nutzung und die heimeigene Gärtnerei. Die weitläufigen Außenanlagen

-Obstwiesen, Pferdeweiden, Voltigierfeld, Parkanlagen, Kleinfußballfeld, Wald- und Spielflächen mit Bewegungsgeräten- können von der Schule mitgenutzt und mitgestaltet werden.

 

1.1.3 Ziele der Arbeit

Wir gestalten unsere Schulatmosphäre und die Lerninhalte so, dass Lernfreude geweckt wird und Erfolgserlebnisse ermöglicht werden. Schule soll Spaß machen. Im Einzelnen versuchen wir folgende Ziele zu erreichen:

  • Aufbau und Förderung von Gruppenfähigkeit

  • Aufbau von Schulmotivation

  • Aufbau von Vertrauen und grundlegender Orientierung im sozialen Bereich

  • Erzeugung von Lernbereitschaft

  • Gewöhnung an Regeln

  • Aufbau und Stärkung des Selbstwertgefühls

  • Hilfe zur Selbsthilfe

  • Abbau von auffälligem Verhalten

Wir versuchen die Rückschulung in die Regelschule zu ermöglichen, vermitteln aber auch die Abschlüsse der Sekundarstufe I, bzw. der Schule für Lernbehinderte.

 

1.1.4 Individueller Förderplan

Die Förderplanarbeit steht in einem Spannungsfeld zwischen Ganzheitlichkeit und Schwerpunktsetzung. Auf der einen Seite sieht es den/die Schüler/in als Ganzheit, auf der anderen Seite werden mikroskopisch detaillierte Teilaspekte dieses Ganzen betrachtet. Aus dieser Vielzahl von Teilaspekten muss im Rahmen vorhandener personeller und zeitlicher Möglichkeiten eine begründete Schwerpunktsetzung erfolgen. Dabei soll versucht werden, den ganzen Menschen zu erreichen. Die einzelnen Schwerpunkte finden sich in den Bereichen:

  • Emotion

  • Wahrnehmung

  • Motorik

  • Sozialverhalten

  • Umweltorientierung

  • Kognition

  • Sprache/Kommunikation

  • Lernverhalten

wieder.

Durch die Vernetzung der o. g. Bereiche soll trotz einer Schwerpunktsetzung bei jeder/m einzelnen Schüler/in eine ganzheitliche Orientierung ermöglicht werden.

Die einzelnen Förderpläne müssen über verschiedene Merkmale verfügen, um sie für alle - 

 Lehrer, Erzieher, Eltern, evtl. Schüler – nachvollziehbar zu machen:

  • individuell

  • vielschichtig

  • Ist-Zustand

  • Förderziele

  • Förderangebote

  • Beobachtungen des Förderprozesses

  • stärken- und problemorientiert

  • ökonomisch in Erarbeitung und Fortschreibung

  • evaluierbar

  • fortschreibbar – über die gesamte Schulbesuchszeit

  • unterrichtsrelevant

  • schwerpunktsetzend, orientiert an der jeweiligen Person

  • im Schulalltag erinnerbar

D. h. konkret für die Durchführung von Förderplänen:

  • Es wird eine Bestandsaufnahme für jede/n Schüler/in durchgeführt.

  • Es werden Ziele mit dem Schüler, den Eltern/Erziehern und/oder dem Kollegen vereinbart, die in einem festgelegten Zeitraum erreicht werden sollen.

  • Es werden passende Prozesse geplant, um die Ziele zu erreichen.

  • Im Unterricht werden die Planungen umgesetzt.

  • Die Ergebnisse werden von den Beteiligten nach Ablauf des o.g. Zeitraums überprüft.

  • Es werden neue Ziele aufgestellt oder der Zeitraum zur Erreichung der Ziele wird bei Nichterreichen verlängert.

 

1.2 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

1.2.1 Vernetzung

Die Veränderung familialer Lebenslagen und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen verlangt zwingend eine Zusammenarbeit aller, die Verantwortung für die Sozialisationsbedingungen von Kindern und Jugendlichen tragen.

Jeder Mensch ist in verschiedene Systeme eingebunden. Ein systemisch-ganzheitlicher Ansatz hat deshalb alle lebensweltlichen Teilsysteme in denen ein Kind steht, bei der Erstellung der Förder- und Erziehungspläne mit zu bedenken.

Für diese umfängliche Förderung verhaltensauffälliger SchülerInnen ergibt sich aus dem Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule für Erziehungshilfe seit jeher die notwendige Konsequenz der Kooperation und Vernetzung.

Die Abkehr von einem defizitorientierten Eingriffsdenken und der Wandel zu einem präventiven Aufgabenverständnis bestimmen hierbei das Handlungskonzept der Vincenz-von-Paul-Schule: Die Sonderpädagogen gehen einerseits auf andere Institutionen zu, andererseits sind sie selbst Ansprechpartner.

1.2.2 Vernetzung von St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. und Vincenz-von-Paul-Schule

Die heiminternen Schüler der Vincenz-von-Paul-Schule werden nach einem einheitlichem Erziehungskonzept der ineinander verzahnten Bereiche betreut. Durch ständige Absprachen und pädagogische Konferenzen zwischen Lehrern, Erziehern und Psychologen kann auf die Kinder und Jugendlichen über den unterrichtlichen Rahmen hinaus "rund um die Uhr" eingegangen werden.

 

1.2.3 Zusammenarbeit mit Einrichtungen der öffentlichen und freien Jugendhilfe

1.2.3.1 Jugendämter

Auf Grund der überschneidenden Arbeitsbereiche in der Schule und im Jugendamt ist Vernetzung intendiert. Ausgangsbasis für das gemeinsame Handeln ist eine abgestimmte Erziehungs- und Hilfeplanung unter Einbeziehung der Erziehungsberechtigten und sonstiger Begleiter.

Ein geeignetes Instrumentarium der Vernetzung sind Hilfe-Plan-Gespräche, da hier aus dem Nebeneinander der Institutionen, die sich um die gleichen Kinder und Jugendlichen bemühen, ein Miteinander wird. Ziel der Vincenz-von-Paul-Schule ist es, diese HPG für jeden einzelnen Schüler durchzuführen und regelmäßig zu wiederholen.

1.2.3.2 Kinder- und Jugendpsychiatrien

Fast alle unsere Schüler waren schon in psychiatrischer/therapeutischer Behandlung, ambulant oder stationär. Um diese weiterhin zu fördern, sind wir bemüht, den Schülern Therapien zu vermitteln.

1.2.3.3 Tagesgruppen

Bei vielen der externen Schülern, die bei den Eltern wohnen, bedarf die schulische Förderung einer Ergänzung in der Über-Mittags- und in der Nachmittagsbetreuung. Wir arbeiten deshalb mit verschiedenen Heimen und Tagesgruppen zusammen, wobei wir den SchülerInnen u. a. ein schriftliches Tageszeugnis mit Angaben zum Lern- und Sozialverhalten mitgeben.

 

1.2.3.4 Zusammenarbeit mit der Polizei

Die LehrerInnen der Vincenz-von-Paul-Schule arbeiten eng mit den JugendkontaktbeamtInnen der Polizei zusammen. Regelmäßige Besuche und Fragestunden der zuständigen BeamtInnen fördern das Vertrauen zwischen der Polizei und den Jugendlichen. Hemmungen und Berührungsängste werden dadurch abgebaut. Aufklärung und Gewaltprophylaxe sind weitere Ziele der Kooperation. Übergeordnetes Ziel ist, dass die SchülerInnen es als selbst-verständlich ansehen, wenn die JugendkontaktbeamtInnen der Polizei die Vincenz-von-Paul-Schule besuchen.

 

1.2.3.5 Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt

Die Schule hält über die Lehrer Kontakt zu den zuständigen Arbeitsämtern. Dies gilt insbesondere für die LehrerInnen, die in den Abschlussklassen unterrichten. Die Zusammenarbeit findet über gegenseitige Telefonate Schule - Arbeitsamt oder Arbeitsamt/Sachbearbeiter – Schule statt. Zudem kommen die zuständigen Sachbearbeiter der Schüler zu Beratungsgesprächen in die Schule. Die einzelnen Klassen nutzen das vielfältige Angebot des Arbeitsamtes, um sich möglichst umfassend über die Zeit nach der Schule zu informieren. Die LehrerInnen informieren die Sachbearbeiter des Arbeitsamtes über Stärken und Schwächen der SchülerInnen, um eine möglichst optimale Betreuung zu erreichen.

 

1.2.3.6 Zusammenarbeit im Stadtteil

Die Vincenz-von-Paul-Schule arbeitet mit den Nachbarschulen, der AG JuNo -Jugend in der Nordstadt- zusammen und kooperiert mit den anderen sozialen Institutionen und Betrieben des Stadtteils.

 

1.2.3.7 Schulsozialarbeit

In der Vincenz-von-Paul-Schule arbeiten zwei Schulsozialarbeiter, die folgende Aufgaben übernehmen:

  • Die Arbeit mit den Kindern/Jugendlichen

  • Die Betreuung und Begleitung der Familien

  • Die Zusammenarbeit mit den Sozialen Diensten bzw. den ausgesprochenen Jugendhilfediensten, wie sie in der Stadt Dortmund installiert worden sind

  • Die Begleitung und Betreuung von SchülerInnen in Therapieeinrichtungen

  • Die Teilnahme an Hilfeplangesprächen gemäß § 36 KJHG

  • Die Betreuung der SchülerInnen über das Schulende hinaus.

 

1.3 Formen sonderpädagogischer Förderung/Erziehung und Unterricht in Dortmund

1.3.1 Informatik – Neue Medien

1.3.1.1 Technische Ausstattung

Die Schule verfügt über einen Computerraum mit 6 für die Text- und Bildbearbeitung komplett ausgestatteten PC-Arbeitsplätzen, der von nahezu allen Kollegen/Innen intensiv mit ihren Lerngruppen genutzt wird. Der Internetzugang wird über das Projekt "Schulen ans Netz" gesponsert. Neben den PCs im Informatikraum verfügen verschiedene Klassen bereits über einen eigenen PC-Arbeitsplatz, sodass der Computer in einzelnen Unterrichtsphasen "ohne Umzug" direkt genutzt werden kann. Die beschriebene Ausstattung wird dem jeweiligen technischen Stand nach Möglichkeit durch qualifizierte Lehrkräfte angepasst.

 

1.3.1.2 Inhaltliche Nutzung

Die SchülerInnen sollen an das Medium Computer herangeführt werden, weil es aus dem täglichen Leben, sowohl privat, als auch beruflich nicht mehr wegzudenken ist. Durch die Auswahl der Microsoft Betriebssysteme, dem Einsatz des MS-Officepakets sowie von Works werden die SchülerInnen an der zurzeit gebräuchlichsten Software geschult.

Die SchülerInnen sollen in der Lage sein, sich einem Computer ohne Ängste und Vorbehalte zu nähern und diesen als ein Hilfsmittel von vielen anzuerkennen. Die Annäherung an das Medium erfolgt in der Regel über Spiele, die aus der Freizeit und von Spielekonsolen bekannt sind, sowie durch die Gestaltung von Briefen und Grafiken der SchülerInnen. Zudem werden einige SchülerInnen in die Wartung und Pflege der Hard- und Software verantwortlich eingebunden.

Das Internet soll den SchülerInnen als Informationsquelle, die keiner zeitlichen Einschränkung unterliegt, nahe gebracht werden. So werden u.a. SchülerInnenfragen zu unterrichtlichen Problematiken, Vorbereitungen von Exkursionen, Ausflügen und Klassenfahrten mit Hilfe des WWW bearbeitet. Die Kommunikation mit unseren italienischen Partnereinrichtungen sowie mit unseren SchülerInnen in den ausländischen Individualmaßnahmen soll zunehmend internetgestützt durchgeführt werden.

 

1.3.2 Werk- und Technikunterricht

Während SchülerInnen der Schule für Erziehungshilfe (SfE) gegenüber konventionellen Lehr- und Lernformen oftmals völlige Ablehnung und eine extreme Verweigerungshaltung zeigen, sind sie für handwerkliche Tätigkeiten im Kunst-, Werk-, Technik- oder Hauswirtschaftsunterricht leichter zu motivieren. Hieraus ergibt sich ein Ansatzpunkt für eine sonderpädagogische Förderung, denn im handwerklich ausgerichteten Unterricht können die SchülerInnen Erfolgserlebnisse sammeln und wieder Spaß an der Schule gewinnen. Die Schule verfügt über verschiedene Räumlichkeiten, die für diese Aktivitäten hergerichtet sind:

  • einen Werkraum Holztechnik

  • einen Werkraum Metalltechnik

  • einen Kunstraum.

 

Schwerpunktmäßig werden hier durch die SchülerInnen Produkte für den eigenen Bedarf hergestellt. Längerfristige Projekte orientieren sich inhaltlich in der Regel an dem Bedarf zur Ausstattung von Klassenräumen, der Verschönerung und Gestaltung der Schule und des Schulgeländes (GÖS) und regelmäßig stattfindenden Basaren und Festen.

 

Beispiele dafür sind:

  • Regale

  • Bilder und Bilderrahmen zur Gestaltung der Klassenräume und der Schulflure

  • CD-Ständer Skulpturen

  • Ausbau des Schulcafes

  • Ausbau eines Bauwagens

  • Bau von Sitzgruppen für den Schulhof

  • Bau von Regenunterständen

  • Ausbau eines Kiosks

  • Bau von Tretrollern

 

1.3.3 Betriebspraktika

Schon frühzeitig sollen die SchülerInnen an das Arbeitsleben außerhalb der schulischen Lernorte herangeführt werden. Das ist insbesondere dadurch möglich, dass die Vincenz-von-Paul-Schule über ein Netzwerk von Kontakten zu Ausbildungs- und Praktikumsbetrieben im Dortmunder Raum verfügt. 

Schon ab Klasse 7 werden mehrwöchige Betriebspraktika für solche SchülerInnen angeboten, die dazu eine Bereitschaft und Eignung zeigen. Weitere Praktika folgen in den Klassen 8, 9 und 10. Diese finden im Klassenverband aber auch als Individualpraktika statt. Besonderer Wert wird bei der Auswahl der Praktikumstellen darauf gelegt, dass sie in Berufsfeldern erfolgen, die für die SchülerInnen eine realistische Perspektive bieten.

1.4 Formen sonderpädagogischer Förderung/Erziehung und Unterricht in Hamm-Allen

1.4.1 Unterrichtsorganisation in Hamm-Allen

Der Unterricht findet in 4 Lerngruppen in 30- Minuten –Einheiten statt, um der mangelnden Konzentration und Ausdauer entgegenzuwirken. Dadurch wird eine höhere Frequenz der Unterrichtseinheiten pro Fach erreicht.

Für die Fächerkombinationen Geschichte-Erdkunde, Biologie-Physik/Chemie, Kunst-Musik und Technik-Hauswirtschaft ist der Epochenunterricht mit 3-4 bzw. 5-wöchigem Wechsel eingeführt. Der Epochenunterricht dient in seiner eingeführten Form der Konzentration des Lernstoffes auf überschaubare Zeiträume.

1.4.2 Besonderheiten und Möglichkeiten unserer Schulabteilung

Die Lage des Strüverhofes im ländlichen Bereich ist eine Chance besonderer Art für unsere Schülerinnen wie für den Unterricht.

1.4.2.1 Unterrichtsgänge und therapeutisches Reiten

Die Nähe zur Natur, die der Standort Hamm-Allen mitbringt, bietet die fast einmalige Gelegenheit, unseren Schülern – in der Mehrheit Stadtkinder – diese Umgebung sinnlich erfahrbar zu machen. Dies geschieht in der Regel durch

  • jahreszeitliche Unterrichtsgänge durch Wald, Feld und Flur

  • die Untersuchung von Boden-, Wasser- und Vegetationsproben des nahen Baches

  • Tierbeobachtungen in der freien Natur und auf dem benachbarten Bauernhof

  • die Teilnahme am therapeutischen Reiten.

 

1.4.2.2 Projektunterricht

Die Weitläufigkeit des Schulgeländes bietet gute Möglichkeiten Projektunterricht zur Gestaltung der Schule durchzuführen. So wurde die Schulküche von den Schülern um- und ausgebaut so wie eingerichtet. Auf der Freifläche haben die Schüler einen Gartengrill gemauert und Spielgeräte für die Pausen und die Freizeitgestaltung aufgebaut. Der Bau eines Gartenpavillons wird zurzeit ,mit den Schülern projektiert.

 

1.4.3.3 Berufspraktika

In der hauseigenen Gärtnerei ist auch für schwächere SchülerInnen die Gelegenheit geboten, ein Schulbetriebspraktikum zu absolvieren, welches den ersten Schritt in die Berufswelt erleichtert. Weitere Praktika können in verschieden Betrieben in Hamm abgeleistet werden.

In den oberen Klassen sind mindestens ein zwei- bis dreiwöchiges Praktikum je Schulhalbjahr. Für die Schüler, die noch nicht in der Lage sind, ein Praktikum zu absolvieren, besteht die Alternative eines wöchentlichen Praktikumstages.

 

1.4.2.4 Tagesausflüge

Regelmäßige Tagesausflüge zur Vertiefung der im Unterricht behandelten Themen gehören zu unserem Programm. Hier können die Schüler die Schule als Unterrichtsort verlassen und in entspannter Atmosphäre bisher nur theoretisch behandelte Themen in Natura erleben. Dadurch wird Neugierde und Freude bei den Schülern geweckt, die durch das Kennenlernen neuer Gegebenheiten entsteht.

 

1.4.2.5 Der Judounterricht

Im Entspannungsraum findet regelmäßig Judounterricht statt. Hier sollen die SchülerInnen einen adäquaten Umgang mit in der Schule auftretenden Aggressionen erlernen. Durch das Kennenlernen regelgeleiteten Kämpfens sollen die Jugendlichen den Unterschied zwischen "Sich-Prügeln" und Wettkampf begreifen und vorhandene Aggressionen in einer "unschädlichen" und akzeptierten Weise ausleben. Offenkundig ist das große Bedürfnis nach Sicherheit und Selbstbestätigung. Judo bietet durch seine sportspezifischen Eigenheiten vorzügliche Möglichkeiten, den Ehrgeiz und den Leistungswillen der SchülerInnen durch entsprechende Aufgabenstellungen zu wecken und zu stärken und dadurch gerade jenen "benachteiligten" Schülern Erfolgserlebnisse zu vermitteln, die wiederum neue Motivation freisetzen.

 

II. Schwerpunkt: Bewegungs-, Abenteuer- und Erlebnispädagogik

1. Eine Schule in Bewegung

Bewegungserziehung ist nicht nur Aufgabe des Sportunterrichts. In Anbetracht starker Bewegungseinschränkungen und verminderter Bewegungsanforderungen im Alltag von Kindern und Jugendlichen sind Bewegungsgelegenheiten und -pausen im Rahmen des "klassischen" Sportunterrichts notwendig. Im Rahmen der Bewegungserziehung an der Vincenz–von–Paul–Schule wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern Bewegungsmöglichkeiten und Lerngelegenheiten besonderer Art bieten. Für Bewegung in der Schule finden sich viele Orte und Gelegenheiten:

  • im Klassenraum

  • in der Bewegungspause

  • in den Unterrichtspausen auf dem Schulhof

  • im Sportunterricht

  • in außerunterrichtlichen Bewegungsangeboten

Die Bewegungserziehung an der Vincenz–von–Paul–Schule nimmt eine ausgleichende und entlastende Funktion ein und vermittelt zusätzlich wichtige Erfahrungen im Bereich körperlicher Selbst- und Fremdwahrnehmung als Voraussetzung für kognitive, affektive und soziale Lernprozesse.

Ein wesentliches Ziel der Bewegungserziehung an unserer Schule ist es weiterhin, SchülerInnen neue Erfahrungsmöglichkeiten zu erschließen und damit ihr motorisches Fertigkeitsrepertoire zu erweitern. Dies erscheint vor dem Hintergrund der bei Erziehungsschwierigkeiten oftmals vorliegenden psychosozial und motorisch vernachlässigenden familiären Bedingungen von besonderer Bedeutung. Denn die kindliche Lebenssituation war bei vielen Jugendlichen, die unsere Förderschule besuchen, von einem Mangel an Bewegungsmöglichkeiten und motorischer Vernachlässigung mit der Folge retardierter ( Psycho -) Motorik geprägt.

Die Bewegungserziehung an der Vincenz–von–Paul–Schule hat insbesondere auch die Aufgabe Schülerinnen und Schülern Gelegenheiten zu bieten, in denen sie kreative, motorische Erfahrungen machen können, die sie zur Bewegungsfreude über das schulische Soll hinaus anregen. Dementsprechend sind die Überlegungen bezüglich der Auswahl geeigneter motorischer Themen auch von der Freizeitrelevanz und ihrer Praktikabilität " nach Schulschluss" geleitet.

 

2. Abenteuersport im Rahmen der Erlebnispädagogik

Unter Erlebnispädagogik verstehen wir eine handlungsorientierte Methode, in der Gemeinschaft und Erlebnisse in naturnahen oder pädagogisch unerschlossenen Räumen neue Raum–und Zeitperspektiven erschlossen werden, die einem pädagogischen Zweck dienen ( nach Heckmair, B. und Michl, W. ).

Die Erlebnispädagogik orientiert sich an drei Hauptzielen:

  • Entwicklung der Persönlichkeit

  • ganzheitliches und lebendiges Lernen

  • Lernen im und am Leben

Sie bietet ein besonderes Feld, um Erfahrungen zu machen, die in der heutigen Umgebung kaum mehr möglich sind. Nicht das unmittelbar Erzielte -z. B. das Erklettern einer Bergspitze- ist das Ziel, sondern Erfahrungen, die auf dem Weg zur Erreichung des Ziels gemacht werden.

Viele erlebnisorientierte Sportarten - wie z. B. Kajak fahren, Klettern usw.- benötigen sehr viel Mut und teilweise auch enorme Kraftanstrengungen. Da erlebnispädagogische Maßnahmen zum größten Teil in einer Gruppe durchgeführt werden, kann die Gefahr bestehen, dass schwächere TeilnehmerInnen und weniger mutige Personen sich minderwertig fühlen. Besonders bei verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen besteht die Gefahr, dass aus der Erlebnispädagogik etwas Außergewöhnliches, Spektakuläres gemacht wird. Es besteht die Meinung, dass mit solchen manchmal extremen Mitteln Methoden entwickelt werden, die genau den schwierigen Lebenssituationen der Kinder und Jugendlichen entsprechen. Es wird versucht, auf ein extremes Problem eines bestimmten Personenkreises mit einer extremeren Maßnahme zu antworten.

Mit verhaltensauffälligen SchülerInnen muss sehr viel sensibler in diesen erlebnisorientierten Maßnahmen eingegangen werden.

 

III. Öffnung der Schule

 

1. Gestaltung und Öffnung des Schullebens (GÖS)

Das Kollegium der Vincenz-von-Paul-Schule erachtet die weitere Umgestaltung des Schulhofes aus mehreren Gründen als wichtig:

  • Einem großen Teil unserer heimbewohnenden Schülerinnen und Schüler, aber auch dem größten Anteil der externen Jugendlichen, die unsere Schule besuchen, fehlen i. d. R. jegliche Ansätze zu einem verantwortlichem Verhalten gegenüber der Umwelt. Auch das Verständnis für Vorgänge in der Natur oder das Erkennen ökologischer Gesetzmäßigkeiten ist ihnen häufig fremd.

 

  • Schärfung, Entwicklung und Förderung eines Umwelt- und Entwicklungsbewusstseins sind auch Aktionsfelder aus den insgesamt 40 Kapiteln der Agenda 21. Die Gestaltung, Pflege und ökologische Bewirtschaftung von Gärten vermittelt den Kindern und Jugendlichen wichtige Werte im Unweltschutz. Die zielgerichtete Hinführung zu Gemeinschaftsaufgaben wie Gärtner und Werkgruppen, Gartenaktionen und Projekte ist ein weiterer wichtiger Aspekt, der sich durch die geplanten Maßnahmen fördern lässt.

 

  • Der so umgestaltete Schulhof dient als Erlebnisraum, der in vielfältigen Interaktionsprozessen - z. B. bei Pflanz- und Pflegearbeiten - unterschiedliche Sinne anspricht und gerade das für unsere Jugendlichen so wichtige soziale Lernen zulässt.

 

2. Europäische Ausbildungsprojekte an der Vincenz-von-Paul-Schule

Im Nov. 2000 wird die Vincenz-von-Paul-Schule zum dritten Mal ein Projekt im Rahmen des Sokrates-Programmes der Europäischen Union in Italien durchführen. Für zwei Wochen werden 13 SchülerInnen und drei Lehrer mit Auszubildenden und Schülern der Partner-Schulen in Genua an einem gemeinsamen Thema arbeiten. "Wir sitzen alle in einem Boot" ist das Motto des diesjährigen Ausbildungsprojektes.

Mit den Partnereinrichtungen in Genua, einer Berufsschule für Bootsbau und Schreinerei und einer Einrichtung für benachteiligte Auszubildende, sollen einfache Gegenstände für das von dem St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. erworbene, renovierungsbedürftige Segelschiff hergestellt werden.

Zwei Wochen mit Schülern einer europäischen Partnerschule ein gemeinsames Ausbildungsprojekt durchzuführen und dabei fremdsprachliche, soziale und berufsbezogene Kompetenzen zu fördern, ist ein wichtiges Ziel des EU-Sokrates-Programmes.

Für unsere Schüler aber auch für die betreuenden Lehrer, waren die bisherigen Projekte in Italien sehr erlebnisintensive und erfolgreiche Maßnahmen. Insbesondere der Abbau von Vorurteilen gegenüber "Ausländern" und eine Steigerung des Selbstbewusstseins, durch Erfolgserlebnisse in einer fremden Umgebung, konnten erreicht werden.

In den nächsten Jahren sind weitere zweiwöchige Projekte, auch mit englischen Partnereinrichtungen geplant.

 

IV. Anhang

 

1. Schule in Bewegung

- in Vorbereitung-

2. Abenteuer- und Erlebnispädagogik im Strandbad Wamel (Möhnesee)

Das Strandbad wird zu einem wilden Ozean mit einer einsamen Insel oder einem reißenden Gebirgsbach oder zu einem Teil des Universums mit Raumschiffen, gefährlichen Energiebündeln, schwarzen Löchern und kosmischen Regen. Im Strandbad wird gesurft, Kajak gefahren, Raumschiffe werden aus Einzelheiten zusammengesetzt und "man fliegt durch die Luft".

 

Überqueren einer Seenplatte

  • Erzählen einer Geschichte

  • "Wir befinden uns augenblicklich an dieser Seite des Ufers eines Sees und müssen gleich versuchen, Station I auf der gegenüberliegenden Seite zu erreichen..."

  • Der ersten Gruppe stehen, um an das andere Ufer zu gelangen, Surfbretter (zum Paddeln) zur Verfügung.

  • Die zweite Gruppe rudert mit dem Boot etwas später hinterher.

  • Alle Schüler tragen zum Schutz vor "gefährlichen Dämpfen" Rettungswesten, die über dem großen Trampolin am Baum befestigt sind und durch hohes Springen "abgepflückt" werden können.

  • Auf der gegenüberliegenden Seite angekommen und nach Einnahme eines kleinen Imbiss, wechseln die Schüler die Transportmaterialien.

  • nachdem die Bootsfahrer ihre Paddel plötzlich verloren haben, werden sie von dem Surfteam abgeschleppt (Seile).

  • Bootsbau

  • Mit Hilfe von 6 Surfbrettern und Seilen haben Schüler und Lehrer die Aufgabe, ein großes Boot zu bauen um zu Station II zu gelangen.

  • Reise zu Station III

  • Die gesamte Gruppe soll versuchen, mit dem erbauten Boot zum Ziel zu gelangen.

Die Reise wird besprochen

 

3. Segeln auf dem Möhnesee

Um die Erlebnispädagogik auszubauen, hat das St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e.V. eine Yacht angeschafft, die auch unserer Schule zur Verfügung steht. Die Yacht wird zurzeit restauriert und danach einen Liegeplatz am Ijsselmeer haben. Klassenfahrten sind geplant. Dazu sind einige Grundkenntnisse des Segelns notwendig, damit die Jugendlichen Aufgaben an Bord übernehmen und den Skipper entlasten können.

 

3.1 Theorie

  1. Segelspezifische Begriffe

  2. Erlernen von Knoten

  3. einfache Verkehrsregeln

  4. Handgriffe an Bord

  5. Gefahren

Die Theorie und Praxis wird interessierten SchülerInnen in einer AG angeboten:

 

3.2 Praxis: Möhnesee-Strandbad-Wamel

  1. Segel setzen

  2. Anlegen, Ablegen

  3. einfache Segelmanöver: wenden, halsen

  4. Windrichtungen

  5. Mann-über-Bord-Manöver

Wenn sich die Jugendlichen interessiert zeigen, ist zu überlegen, ob als nächster Schritt der Erwerb des A-Scheins angegangen werden kann. Hier besteht ebenfalls die Möglichkeit Theorie und Praxis durch Schule und Heim zu organisieren.

 

4. Gestaltung und Öffnung des Schullebens (GÖS)

Auf dem Schulhof der Vincenz-von-Paul-Schule wurde der vor einiger Zeit aufgestellte Bauwagen mit einer Dachbegrünung versehen und ringsherum mit Baumrinde aus Fichten verkleidet. An einigen Stellen wurden u.a. Efeu und Clematis gepflanzt, die die "Baumschule" schnell ganz begrünen sollen. Der ehemalige Bauwagen dient als Garten- und Gerätehaus und zur Lagerung von Spiel- und Sportgeräten für die Pausen. Er dient auch als Verweilort für kleine Ruhepausen während der Gartenarbeit.

Um die "Baumschule" herum sollen in weiteren Projekten verschiedene Teilvorhaben realisiert werden:

  • Einrichtung eines Schulgartens

  • Großflächige Entsiegelung des Schulhofes und Anlage naturnaher Flächen und Gehwege

  • Bau von Hochbeeten (bereits erfolgt)

  • Bau einer Kräuterspirale

  • Anpflanzen von Obstbäumen

  • Anlage einer Blumenwiese

  • Anlage eines Teiches mit Wasserfall

  • Errichtung von Weidenzäunen und einer Weidenhütte

  • Anlage einer Sitzgruppe aus Baumstämmen und Baumscheiben (bereits erfolgt)

  • Vergabe von Patenschaften für Teilbereiche des Schulhofes an verschiedene Klassen

  • Bau eines Komposters (Sammeln der geeigneten Abfälle)

  • Aufstellen von Regentonnen zur Gartenbewässerung

  • Begrünung der vorhandenen Pergola

  • Errichtung von Mooswänden

  • Trockenmauer

  • Nisthilfen für Insekten (bereits erfolgt)


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